ManaWGApp öffnenWG-Kosten fair aufteilen
Geld ist der häufigste Streitpunkt in Wohngemeinschaften, und selten geht es um große Summen. Meist fehlt eine Regel, auf die sich alle geeinigt haben. Hier steht, welche Kosten es gibt, welche Aufteilung sich bewährt hat und wie ihr den Überblick behaltet.
Welche Kosten in einer WG anfallen
Es gibt drei Gruppen. Erstens die festen Kosten, die jeden Monat gleich sind: Miete, Nebenkosten-Vorauszahlung, Internet, Strom. Zweitens die gemeinsamen laufenden Ausgaben wie Spülmittel, Klopapier, Putzmittel und gemeinsame Lebensmittel. Drittens Einmaliges, etwa ein neuer Staubsauger oder die Küchenausstattung. Wer die drei Gruppen trennt, streitet seltener, weil für jede eine eigene Regel gelten kann.
Modell 1: Alles gleich teilen
Jede Person zahlt denselben Anteil. Das ist einfach und passt bei Zimmern ähnlicher Größe. Beispiel: Internet kostet 36 Euro im Monat, vier Personen zahlen je 9 Euro. Bei Beträgen, die sich nicht glatt teilen lassen, bleibt ein Cent-Rest. Den sollte nicht immer dieselbe Person tragen, sondern er sollte von Buchung zu Buchung weiterwandern.
Modell 2: Miete nach Zimmergröße, Rest gleich
Bei sehr unterschiedlichen Zimmern ist ein gleicher Mietanteil selten fair. Üblich ist, die Kaltmiete nach Quadratmetern zu verteilen und Gemeinschaftskosten wie Internet und Strom gleich zu teilen. Beispiel: Ein Zimmer mit 20 m² in einer Wohnung mit 80 m² Gesamtfläche trägt 25 Prozent der Miete. Gemeinschaftsflächen wie Küche und Bad rechnet ihr dabei nach Köpfen oder anteilig zu den Zimmern dazu. Wichtig ist, dass alle die Rechnung gesehen und zugestimmt haben.
Modell 3: Jeder zahlt, was er verursacht
Für Einkäufe und Einzelnes passt es oft besser, nur die Beteiligten zahlen zu lassen. Wer Bier für den eigenen Geburtstag kauft, teilt diese Ausgabe nicht mit der ganzen WG. In ManaWG legt ihr bei jeder Ausgabe fest, wer beteiligt ist, und teilt gleichmäßig oder mit eigenen Beträgen pro Person. Die Anteile ergeben immer genau den Betrag.
Ausgleichen ohne Überweisungschaos
Wenn jeder mal für alle zahlt, entstehen Schulden in alle Richtungen. Sinnvoll ist, nicht jede Ausgabe einzeln zu begleichen, sondern am Monatsende den Saldo zu betrachten. Aus den Salden lässt sich ableiten, wer wem etwas überweisen sollte, und zwar mit möglichst wenigen Überweisungen. ManaWG berechnet diese Vorschläge automatisch, überweist aber selbst nichts: Ihr markiert Ausgleiche als bezahlt.
Regeln, die Streit vermeiden
Schreibt auf, was gemeinsam bezahlt wird und was nicht. Legt einen festen Tag fest, an dem ihr ausgleicht. Erfasst Ausgaben sofort, solange der Beleg noch da ist. Und bestimmt, ab welchem Betrag vorher gefragt wird, etwa bei Anschaffungen über 50 Euro. Fixkosten wie Miete und Internet legt ihr in ManaWG einmal an, sie werden dann automatisch jeden Monat gebucht.
Fragen
Wie teilt man die Miete in einer WG fair auf?
Am verbreitetsten ist die Aufteilung der Kaltmiete nach Zimmergröße, mit gleichen Anteilen für Gemeinschaftskosten wie Internet und Strom. Bei gleich großen Zimmern ist auch ein gleicher Anteil für alle fair.
Wer zahlt Internet und Strom in der WG?
Meist teilen sich alle Bewohner diese Kosten gleichmäßig, weil jede Person die Anschlüsse nutzt. Üblich ist, dass eine Person den Vertrag führt und die anderen ihren Anteil per Fixkosten oder Überweisung ausgleichen.
Gibt es eine App zum Aufteilen von WG-Kosten?
Ja, zum Beispiel ManaWG: kostenlos, auf Deutsch, mit Salden, Ausgleichsvorschlägen und Fixkosten. Sie läuft im Browser, ein App Store ist nicht nötig.
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